Verspätetes Schützenfest für Erste Mannschaft

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Verspätetes Schützenfest für Erste Mannschaft

Nach dem Einzug in die zweite Runde des Kreispokals gegen den TSV Siegen am vergangenen Mittwoch galt es für die Erste Mannschaft nun, nach der unglücklichen Niederlage gegen die SG Oberschelden auch in der Liga wieder in die Spur zu kommen. Das ist dem Team mit einem 7:0-Sieg bei der Zweitvertretung der SG Hickengrund fulminant gelungen. Während die SG in der ersten Halbzeit noch Gegenwehr und offensive Akzente setzte und Bürbach nur durch einen unfassbaren 50-Meter Schuss von Anil Berber vorne lag, wurde sie in der zweiten Halbzeit regelrecht von der Spielvereinigung überrollt.

Dabei hätte das Spiel bereits nach fünfzehn Minuten praktisch entschieden sein können. Bürbach legte los wie die Feuerwehr und nutzte die von Hickengrund gebotenen Räume immer wieder für Steilpässe und Schnittstellenbälle. Ein beispielloser Karneval vergebener Torchancen nahm seinen Lauf. Alle zwei Minuten ergaben sich Situationen in denen Janik Münker, Flo Garbe, Anil Berber, Sven Alpers oder Stefan Hübert allein auf den Torwart oder in Überzahl auf die Restverteidigung der SG zuliefen, ohne dabei den Ball im Kasten versenken zu können. Nun ist es zwar löblich, vor dem Tor noch mal auf einen besser postierten Mitspieler querlegen zu wollen, allerdings hätte es Coach Muharrem Shabanaj (Coach Joel Kalambayi lässt sich weiter im Urlaub die Sonne auf den Pelz scheinen) sicher lieber gesehen, wenn irgendjemand den Ball einfach mal fantasielos in die Kiste gehauen hätte. Als dann auch noch Julian Kapitza nach einer Ecke einen abgeprallten Ball aus höchstens fünf Metern über den Hickengrunder Kasten drosch, war klar, dass die mitgereisten Bürbacher Zuschauer noch eine Weile auf den ersten Treffer ihrer Mannschaft warten würden müssen. Die Schlagzahl Bürbacher Chancen nahm nun deutlich ab, stattdessen ließen wir uns von den an diesem Tag wahrlich nicht gut aufgelegten Hicken mehr oder weniger einschläfern. Die klaren Kombinationen der Anfangsviertelstunde wurden seltener, dafür schlichen sich immer mehr Fehlpässe und andere Ungenauigkeiten in unser Spiel. Und obwohl wir das Spiel weiterhin dominierten, luden wir den eigentlich nicht wirklich gefährlichen Gegner zu mehreren guten Torchancen ein. Eine musste der herauslaufende Keeper Tobias Berchner vereiteln, bei einer weiteren war der sogar bereits geschlagen, aber Max Meyer klärte mit letztem Einsatz auf der eigenen Torlinie. Doch gerade als es so aussah, als würde das Spiel trotz unzähliger Hundertprozentiger mit 0:0 in die Halbzeitpause gehen, da erspähte Schlitzohr Anil Berber den weit vor seinem Tor stehenden SG-Torhüter und traf mit einem Wahnsinnsschuss aus 60 Metern in den Winkel. 1:0 für die Spielvereinigung (45.).

Die Devise für Halbzeit zwei war klar: Wieder mehr Druck machen, einfach und sauber im Passspiel bleiben und möglichst schnell nachlegen. Tatsächlich setzte das Team die Vorgaben eins zu eins um, die Zuschauer*innen sahen in Hälfte zwei ausschließlich Einbahnstraßenfußball in Richtung Hickengrunder Tor. Flo Garbe brach schließlich den Bann und erzielte nach toller Vorarbeit von Sven das 2:0 (55.). Nur wenige Minuten später erhöhte Sven höchstpersönlich nach Pass von Torben Jahnke auf 3:0 (66.). Spätestens mit diesem Treffer war die Gegenwehr der Hicken endgültig gebrochen, die jetzt immer mehr ihre Ordnung verloren und kaum noch in die Zweikämpfe kamen. Folglich kamen wir im Minutentakt zu Großchancen, vor allem über die Außenbahnen kamen wir immer wieder in den Strafraum und bis an die Grundlinie. Bei einem weiteren Durchbruch von Flo über die rechte Seite konnte dieser nur noch per Foul gestoppt werden. Beim fälligen Elfmeter konnte Torben im Nachfassen zum 4:0 verwandeln (71.). Das 5:0 war Anil vorbehalten. Nach seinem Führungstor aus 70 Metern zeigte er nun nach toller Vorarbeit von Pablo Ruhr, dass er es auch aus der Nahdistanz kann (73.). Abermals Sven sorgte nach Vorarbeit von Flo für das 6:0 (74.) und nachdem Janik noch am gut reagierenden SG-Keeper scheiterte, stellte Anil mit seinem dritten Treffer des Tages per Abstauber den 7:0 Endstand her. Zwar nicht so spektakulär wie sein 80-Meter-Kracher, aber Tor ist Tor. 

Insgesamt geht dieser Sieg in Anbetracht unserer Vielzahl an Chancen sicherlich auch in dieser Höhe in Ordnung, Hickengrund hatte gerade in Halbzeit zwei unserem Spiel nicht mehr viel entgegenzusetzen (umso ärgerlicher, dass sich beim Stand von 0:7 auch noch ein SG-Spieler schwer am Knie verletzte, gute Besserung an dieser Stelle!). Viel zu Meckern gibt es nach einem 7:0 natürlich auch nicht. In anderen Spielen wäre es aber sicher wünschenswert, frühzeitig die eigenen Großchancen zu nutzen, um den Spielverlauf in die richtigen Bahnen zu lenken und nicht erst durch einen 90-Meter-Kunstschuss in Führung zu gehen. Auch die Schwächephase Mitte der ersten Halbzeit muss angesprochen werden, hier hätte auch Hickengrund plötzlich in Führung gehen können. Aber letztendlich muss absolut positiv festgehalten werden, mit welcher Spielfreude wir uns über das gesamte Spiel über Torchancen erspielt und dass wir auch nach der hohen Führung nie nachgelassen haben.

Nächsten Sonntag (19.09.21) empfangen wir um 15 Uhr die Zweite Mannschaft der SuS Niederschelden, gegen die wir nach einer bitteren Klatsche aus der letzten Saison noch eine Rechnung offen haben!

Aufstellung Bürbach:

Berchner

Meyer Kapitza Tenji Hübert

Simic Berber Jahnke

Garbe Alpers Münker

 

Bank: Seibel (65. Für Tenji), Shabanaj (65. Für Simic), Ruhr (75. Für Meyer), Vogel (75. Für Hübert), Knoop, Volz

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